Bei mehr als 16000 Läuferinnen ist es am Ende Platz 1949 in der Gesamt- und Platz 129 in der Altersklassenwertung geworden.
Vi gratulerar och är stolta över dig!
Vi gratulerar och är stolta över dig!
Auch in 2023 fand der Berlin Marathon unter Lauftreffleiterinnen-Beteiligung statt. Caro startete dort bereits zum 4. Mal. Angela lief mit ihren 68 Jahren den ersten Marathon überhaupt und belegte den 66. Platz in ihrer Altersklasse. Herzlichen Glückwunsch zu diesen besonderen Leistungen!
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| So schmeckt die PB |
Morgen startet John beim etwas sperrig benannten Sparkasse-Marathon der 3 Länder am Bodensee. Auf diesem Weg alles Gute und komm gesund nach Hause.
[Update] Hat scheinbar viel Spaß gemacht! ;)
Bei idealen äußeren Bedingungen, trocken, nicht zu kalt, nicht zu warm, kaum Wind, wurde am Sonntag der diesjährige München Marathon gestartet. Meine Bilder vom Lauf findet ihr hier.
Nein, hier geht es weder um Trainingspläne (laaaaaaaangweilig), noch um die pharmakologische Beschleunigung aka Doping, sondern schlicht um Betrug im Marathonlauf. Zuerst kam der Abkürzer, die "Seiteneinsteiger", dann die Bahn- und Busfahrer und der Chip-Kurierläufer.
Bisher noch ungeklärt und einzigartig ist der Fall des Serien-Schummlers Kip Litton, über den das Magazin New Yorker in einem sehr langen Artikel berichtet hat. Neu ist hier der Umfang und der Aufwand der Betrügerei. Hier hat jemand nicht nur einmalig versucht die Schallmauer von unter 3 Stunden Laufzeit beim Marathon durch Betrug zu erreichen, sondern mit immensem Aufwand, Ausdauer und Unverfrorenheit bei einer Vielzahl von Marathonläufen betrogen, sogar mit dem Ziel vermeintlich die Altersklasse zu gewinnen.
Auch wurde ein nicht-existenter Marathonlauf im Internet mit Homepage und Ergebnisliste fabriziert, dessen Sieger Litton war.
Bisher ist es nicht gelungen aufzuklären, wie dieser serienmäßige Betrug auf der Strecke erfolgt ist.
Generell scheint die 3 Stunden Schwelle beim Marathon jede Art von Schwindel geradezu magisch anzuziehen. So hat erst vor wenigen Wochen der republikanische Kandidat für das Amt des Vizepräsidenten, Paul Ryan, in einem Radiointerview behauptet seine Bestzeit über die Marathondistanz sei "unter drei Stunden". Wenige Tage später mußte er dann eingestehen, daß sein Erinnerungsvermögen ihn im Stich gelassen hat und seine Zeit beim einzigen Marathon, den er je gelaufen ist, tatsächlich bei 4:01 Stunden liegt.
Genau umgekehrt liegt der Fall von Paul Appleby. Er ist ganz unbestritten in 2004 und 2005 den London Marathon in weniger als 3:40 Stunden gelaufen. Nur bezog er leider zu diesem Zeitpunkt Sozialleistungen als pflegebedürftiger Rollstuhlfahrer.
Erst im Januar habe ich hier auf die Rekordflut im Marathon geschrieben, insbesondere über die unglaubliche Dominanz der kenianischen Läufer in der Marathonszene. Kurz zur Erinnerung, die Olympianorm von 2:15 Stunden hat z.B. nicht ein einziger deutscher Athlet unterbieten können, im Gegensatz zu hundertfünfzig kenianischen Läufern. (Quelle)
Jetzt hat die ARD Sportschau in Kenia recherchiert und hat Indizien für Doping entdeckt. Den Beitrag kann man sich in der Mediathek anschauen.
2011 war für den Marathonlauf in vielerlei Hinsicht ein Jahr der Rekorde. Im September lief Patrick Makau in Berlin in 2:03:38 Stunden neuen offiziellen Weltrekord auf der Marathondistanz. Schon im April waren allerdings Geoffrey Mutai und Moses Mosop in Boston mit 2:03:02 bzw. 2:03:06 Stunden unter der alten Rekordzeit geblieben; diese Ergebnisse fanden jedoch nicht als Weltrekorde Anerkennung, weil das Streckenprofil von Boston nicht den Anforderungen eines Weltrekordkurses entspricht.
Damit nicht genug. Bei jedem der in den World Marathon Majors zusammengefaßten großen Marathons in Boston, London, Berlin, Chicago und New York wurde dieses Jahr Streckenrekord gelaufen. Die durchschnittliche Laufzeit der 10 besten Marathonläufer war mit 2:05 Stunden so niedrig wie nie. Fünfundzwanzig Läufer hatten 2011 eine Bestzeit unter der 2:07 Stunden, 2001 genau ein Läufer.
Damit einhergehend ist eine totale Dominanz der Marathonstrecke durch kenianische Läufer. Unter den ersten zwanzig Läufern der Weltrangliste befinden sich allein Kenianer, letztes Jahr waren es "nur" elf.
Die Gründe für diese Entwicklung sind sicherlich vielschichtig und einige sind hier schön (in Englisch) dargestellt. Bei den unappetlichen Begleiterscheinungen des Leistungssport allgemein, löst eine solche Leistungsexplosion aber auch Mißtrauen aus ...